Business Continuity

aus SecuPedia, der Plattform für Sicherheits-Informationen

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Anders als beim "Disaster Recovery" beruht die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs nach dem "Business Continuity"-Prinzip auf einem positiven Ansatz. Ziel ist es, durch geeignete Maßnahmen eine spürbare Geschäftsunterbrechung gar nicht erst eintreten zu lassen.

  • Dazu werden zunächst die Unternehmensrisiken identifiziert - vom Brand oder Maschinenausfall bis zum Konkurs eines Zulieferers. Dabei sind vernetzte Unternehmensstrukturen mit Abhängigkeiten und Interdependenzen zu berücksichtigen.
  • Danach werden die Risiken bewertet, um ein Konzept nach Kosten/Nutzen-Gesichtspunkten ausrichten zu können. Wichtiger als die eher theoretische Eintrittswahrscheinlichkeit ist dafür erfahrungsgemäß eine Kumulierung der Ausfallfolgen über die voraussichtliche Ausfalldauer.
  • In einem dritten Schritt werden geeignete Maßnahmen entwickelt, um die Geschäftskontinuität permanent aufrechtzuerhalten und Probleme gar nicht erst entstehen zu lassen (z.B. Fehlertoleranz, redundante Auslegung technischer Komponenten, Fehlervermeidung oder -früherkennung).
  • Zuletzt sind noch die entsprechenden Notfallprozesse zu definieren, die einen möglichst schnellen Wiederanlauf ermöglichen (z.B. Bereitschaftsregelungen).

Business Continuity ist keine Alternative zum Disaster Recovery, sondern schließt es ein. Da niemals alle möglichen Risiken vorhergesehen und abgefangen werden können, ist ein Not- und Wiederanlaufkonzept unabdingbar. Letztlich verbleibende Restrisiken können je nach ihrer Schwere entweder in Kauf genommen oder durch eine Versicherung abgedeckt werden.

Für Business Continuity wurden im Jahr 2012 zwei ISO-Standards (ISO 22313 -Leitlinie- und ISO 22301 -Anforderungen-) veröffentlicht, die auch zertifizierbar sind.


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Siehe auch



Diese Seite wurde zuletzt am 19. Februar 2015 um 18:43 Uhr von Oliver Wege geändert. Basierend auf der Arbeit von Admin und Andrea Arnold-Neumark.

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