Blockadefreischaltung

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Unbedingter Vorrang eines Übertragungsgerätes (ÜG/ÜZ/SÜZ) vor anderen Geräten, die das gleiche Kommunikationsgerät (KG)/den gleichen Netzabschluss (NA) benutzen. Dieses bedeutet u.a. auch die zwangsweise Unterbrechung einer in Aufbau befindlichen bzw. schon stehenden und die Meldungsübertragung störenden Verbindung.


Definition(VdS)

Unbedingter Vorrang des ÜG/ÜZ/SÜZ vor anderen Geräten, die das gleiche Kommunikationsgerät (KG)/den gleichen Netzabschluss (NA) benutzen. Dieses bedeutet u.a. auch die zwangsweise Unterbrechung einer in Aufbau befindlichen bzw. schon stehenden und die Meldungsübertragung störenden Verbindung.


Erklärung

Die Blockadefreischaltung betrifft in der Regel Übertragungsgeräte (ÜG,ÜZ,SÜZ) zum automatischen Übertragen von Meldungen (z.B. an Notrufleitstellen).

Sie ist dann wichtig, wenn der Übertragungsweg (z.B. ein ISDN-Anschluss) nicht alleinig und exkluisiv für das Übertragungsgerät zur Verfügung steht. Bei vielen Installationen "teilt" sich das Übertragungsgerät den Anschluss mit anderen Geräten der Kommunikationstechnik (z.B. Telefonanlagen). Wichtig ist hierbei, dass keine Geräte parallel zum Übertragungsgerät am Kommunikationsanschluss betrieben werden dürfen. Das Übertragungsgerät muss immer das einzige Gerät sein, dass direkt am Kommunikationsanschluss angeschlossen ist (z.B. am ISDN NTBA). Weitere Kommunikationsgeräte werden "hinter" dem Übertragungsgerät an einem Sekundäranschluss des ÜGs angeschlossen.


Begründung

Wenn das ÜG eine Meldung absetzen soll, muss diese immer Vorrang vor den sonstigen Kommunikationsgeräten haben. Sollte also z.B. die Telefonanlage "hinter" dem ÜG gerade beide Leitungen des ISDN Anschlusses belegen und das ÜG eine Meldung absetzen müssen, kann das ÜG eine der Verbindungen trennen, um seine vorrangige Meldung abzusetzen. Somit kann sichergestellt werden, dass z.B. der Täter im Rahmen eines Einbruchversuches nicht durch mehrfache Anrufe auf den Telefonanschluss des Kunden die Einbruchmeldeanlage am Absetzen der Meldung zum Wachdienst hindern kann.


Ausnahme

Wenn ein Kommunikationsgerät "hinter" dem ÜG gerade eine hilfeleistende Stelle kontaktiert (Polizei, Feuerwehr, Wachdienst), sollte das ÜG diese Verbindung nicht unterbrechen, da hier unter Umständen eine Gefährdung von Personen verursacht werden kann. Die meisten Übertragungsgeräte können entsprechend parametriert werden.


Hinweise

In Ergänzung zur Blockadefreischaltung kann auch ein Funk-Ersatzweg ("zweite Trasse") sinnvoll sein. Hierbei steht dem ÜG eine zweite Kommunikationsmöglichkeit zur Verfügung, die unabhängig vom primären Kommunikationsweg ist. Dies kann z.B. eine GSM-Mobilfunkverbindung sein. In einigen Konstellationen ist dies bei VdS-attestierten EMAs auch zwingend vorgeschrieben.


Siehe auch




Diese Seite wurde zuletzt am 16. Juli 2014 um 18:16 Uhr von Peter Hohl geändert. Basierend auf der Arbeit von Daniel Wahl, Admin und Redaktion.

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