Betriebsstilllegung

aus SecuPedia, der Plattform für Sicherheits-Informationen

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Eine Betriebsstilllegung, z.B. infolge längerer Betriebsferien, saisonaler Betriebsstillstände oder Aufgabe von Betriebsbereichen, ist insbesondere dadurch gekennzeichnet, dass

  • produktionsspezifische und geschäftsbezogene Gefahren und Risiken vorübergehend wegfallen,
  • Sicherheitseinrichtungen, z.B. Brandschutzanlagen, vorübergehend nicht bzw. nicht in vollem Umfang funktionsbereit sind, da die "Ruhephasen" vielfach für eine gründliche Instandhaltung der Produktionsanlagen und Sicherheitseinrichtungen genutzt werden, und
  • zusätzliche Gefahrenpotenziale erwachsen können, z.B. durch Brandstiftung, Diebstahl und Vandalismus.

Konsquenzen für das Brandschutzkonzept

Demgemäß sollen Betriebsferien und saisonale Betriebsstillstände, die wiederkehrend zu erwarten sind, bei der Aufstellung des Brandschutzkonzeptes für den betreffenden Betrieb berücksichtigt werden. Ständige Personalbesetzung während der Betriebszeiten, die gemäß der Muster-Industriebau-Richtlinie einer automatischen Brandmeldeanlage hinsichtlich der Erkennung und -meldung von Bränden gleichgesetzt werden kann, soll z.B. nicht angesetzt oder muss durch zusätzliche Maßnahmen bei der Betriebsstilllegung ersetzt werden.


Zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen

Vor einer Betriebstilllegung sollen Sicherheitsmaßnahmen, z. B. Minimierung der Zündquellen und Brandlasten, Sicherheitsvorkehrungen an Gebäuden und technischen Anlagen, rechtzeitig geplant und umgesetzt werden. Darüber hinaus soll der Versicherer über eine geplante Betriebs¬stilllegung rechtzeitig informiert werden.


Literatur

Checkliste zu Betriebsstilllegung (VdS 2000-S1) als themenspezifische Ergänzung des Leitfadens zum Brandschutz im Betrieb (VdS 2000)


Siehe auch



Diese Seite wurde zuletzt am 16. Dezember 2014 um 07:16 Uhr von Mingyi Wang geändert.

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