Bauartklassen

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Gebäude werden von den Feuerversicherern insbesondere nach der brandschutztechnischen Beschaffenheit des Daches und der Außenwände in Bauartklassen eingeteilt. Bauarten, die sich in der Praxis bewährt haben, um eine Brandübertragung von außen ins Gebäude zu verhindern oder zu begrenzen (wie z. B. eine Bedachung, die gemäß DIN 4102-7 gegen Flugfeuer und strahlende Wärme widerstandsfähig ist, auch "harte Bedachung" genannt, und massive Außenwände) werden - wie Bauteile aus nichtbrennbaren Baustoffen - in der risikotechnischen Beurteilung im Rahmen einer Feuerversicherung grundsätzlich positiv bewertet.

Bei Industriegebäuden ist im Gegensatz zu Wohngebäuden der Sachwert des Gebäudeinhaltes, wie z.B. Betriebseinrichtungen oder Vorräte, in der Regel höher als der des Gebäudes. Deshalb berücksichtigen die Versicherer bei der Festlegung der Bauartklasse für Industriegebäude zusätzlich die Feuerwiderstandsfähigkeit der Tragwerke, etwa Dachtragwerk, tragende Außen- und Innenwände sowie Pfeiler bzw. Stützen, weil eine ausreichende Standfestigkeit der Tragwerke im Brandfall der Feuerwehr ermöglicht, eine wirksame Brandbekämpfung durchzuführen und somit Schäden am Gebäudeinhalt zu begrenzen.

Siehe auch



Diese Seite wurde zuletzt am 12. November 2010 um 17:12 Uhr von Admin geändert. Basierend auf der Arbeit von Mingyi Wang.

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