Augensignatur

aus SecuPedia, der Plattform für Sicherheits-Informationen

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Eine Möglichkeit der biometrischen Personenidentifikation ist der Vergleich der charakteristischen Eigenschaften des Auges (Augensignatur).

Hierfür existieren zur Zeit zwei unterschiedliche Verfahren.

  1. Iris-Erkennung: Hier werden die optischen Eigenschaften der Iris für eine Erkennung herangezogen.
  2. Retina-Erkennung: Hier wird die Gefäßstruktur der Netzhaut des menschlichen Auges für eine Erkennung genutzt. Dieser charakteristische Augenhintergrund ist vergleichbar mit den Papillarlinien der Finger. Alle Menschen (auch eineiige Zwillinge) besitzen ein persönliches und unveränderbares Netzhautmuster.

Mit einer präzisen Optik und entsprechender Software zur Aufbereitung der Daten ist ein Augenidentifikationssystem in der Lage, jede Retinastruktur zu lesen, zu speichern und zu einem beliebigen Zeitpunkt mit hoher Präzision wieder zu erkennen.

Ein auf dem Markt verfügbares System verfügt über drei Betriebsarten:

  1. Speicherung: Um die Netzhautstruktur einer Person im System zu speichern, braucht die betreffende Person nur einen Leuchtpunkt innerhalb des Okulars der Einrichtung zu fixieren. Ein äußerst empfindlicher Sensor tastet dann eine kreisförmige Zone der Retina ab und setzt die Messwerte in digitale Signale um, die anschließend abgespeichert werden. Der gesamte Vorgang dauert weniger als eine Minute.
  2. Prüfen: Wenn der Zutritt zu einem Raum freigegeben werden soll, wird die Betriebsart "Prüfen" gewählt. Das System vergleicht dann das charakteristische Muster der Netzhaut der betreffenden Person mit den gespeicherten Mustern.
  3. PlN-Test: In diesem Fall führt das System eine vergleichende Analyse der optischen Informationen ausschließlich mit der unter dem betreffenden Code abgespeicherten Signatur durch. Wenn das System die Übereinstimmung der Netzhautmuster bestätigt, schaltet es automatisch den Zutritt zu dem Raum frei.

Wie bei allen biometrischen Systemen sind an die Überlistungssicherheit hohe Anforderungen zu stellen. Nach einem erfolgreich getäuschten Fingerabdrucksystem meldete der Chaos Computer Club auch eine gelungene Überwindung eines Iriserkennungssystems[1].


Einzelnachweis

  1. Chaos Computer Club hackt Iriserkennung des Samsung Galaxy S8


Siehe auch




Diese Seite wurde zuletzt am 23. Mai 2017 um 13:28 Uhr von Peter Hohl geändert. Basierend auf der Arbeit von Admin und Axel Munde.

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