Anlagentechnischer Brandschutz

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Durch technische Anlagen realisierbarer Brandschutz. Gesamtheit aller der Brandschutzmaßnahmen, die durch Nutzung spezieller Anlagen und technischer Mittel sowohl präventiv (z.B. Branddetektion, Brandsignalisation) als auch operativ/aktiv (z.B. Brandlöschung, Begrenzung und/oder Verhinderung der Brandausbreitung) wirken.

Dieses sind z.B.:

  • Einrichtung ortsfester Feuerlöschanlagen wie:
    • Sprinkleranlagen
    • Sprühflutanlagen
    • CO2-Anlagen
    • Schaumlöschanlagen
    • Pulverlöschanlagen
  • Einrichtung von Brandmelde-, Feststell- und Warnanlagen
  • Einrichtung von Sprachalarmierungs- und Evakuierungsanlagen
  • Einrichtung von Rauch- und Wärmeabzugsanlagen (RWA)


Die Notwendigkeit solcher Anlagen ist in unterschiedlichen Regeln, Normen und Vorschriften je nach Bedeutung und Schutzwürdigkeit des Objektes bzw. seiner Nutzer gefordert. Ihre Gestaltung, Dimensionierung und Errichtung erfolgt zweckmäßigerweise nach festgelegten und gesicherten/bewährten Regeln (z.B. VdS- oder VDI-Richtlinien).

Zunehmend werden Brandschutzmaßnahmen, die sich allein oder überwiegend mit bautechnischen Maßnahmen nicht optimal umsetzen lassen, als kombinierte Maßnahmen (bautechnischer und anlagentechnischer Brandschutz) realisiert. Dies trifft insbesondere für historische und/oder denkmalgeschützte Gebäude bzw. vorzugsweise in Bestandsbauten zu. Derartige Lösungen erfordern jeweils ganzheitliche Schutzzielbetrachtungen (Brandschutzkonzepte).

Der Bereich des anlagentechnischen Brandschutzes ermöglicht spezifischeres und detaillierteres Reagieren auf Risiken und - über die Nutzungsdauer - auf Risikoveränderungen, ohne in jedem Fall schwerwiegende bautechnische Veränderungen zur Folge zu haben. Zu beachten ist der regelmäßig erforderliche Wartungsaufwand und die zur Funktionssicherheit erforderliche gesicherte Energieversorgung. Da diese Maßnahmen objektspezifisch dimensioniert und konzipiert werden, sind Überprüfungen auf bestimmungsgemäße und risikoadäquate Funktionssicherheit nach Nutzungsänderungen und / oder Umbauten bzw. baulichen Veränderungen (beispielsweise zur Erhaltung der Genehmigungsfähigkeit) unerlässlich. Zwingend zu beachten sind Standdauer, physischer und moralischer Verschleiß derartiger Anlagen und die über die Stand-/Einsatzdauer des Objektes notwendige Verfügbarkeit über Ersatzteile bzw. kompatible Ergänzungs- / Erweiterungskomponenten.

Siehe auch




Diese Seite wurde zuletzt am 24. November 2016 um 16:03 Uhr von Thomas Lowien geändert. Basierend auf der Arbeit von Admin und Gert Beilicke.

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