Flächenüberwachung

aus SecuPedia, der Plattform für Sicherheits-Informationen

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Für die Überwachung von Flächen, wie Verglasungen, Türen, Wände, Fußböden und Decken, können Körperschallmelder, Glasbruchmelder, verschiedene Folien, Verbundsicherheitsgläser mit Alarmdrahteinlage (Alarmglas), Vibrationskontakte, Fadenzugkontakte und Alarmdrahttapeten eingesetzt werden.

  • Körperschallmelder dienen zur Überwachung von Wänden, Decken, Fußböden und Wertbehältnissen. Die Melder werden auf der zu überwachenden Fläche befestigt. Sie nehmen mechanische Schwingungen auf und setzen sie in elektrische Signale um, Alarm wird ausgelöst, wenn die im Melder befindliche Auswerteschaltung Schwingungen registriert, die etwa vom Arbeiten mit Werkzeugen an der zu überwachenden Fläche herrühren.
  • Glasbruchmelder dienen zur Überwachung von Glasflächen, auf die sie geklebt werden. Wenn die Auswerteschaltung Schwingungen registriert, die beim Glasbruch auftreten, erhält die Einbruchmelderzentrale ein Signal, das zur Alarmauslösung führt. Bis auf eine Ausnahme toleriert VdS keine Glasbruchmelder in Verbindung mit folienbeschichtetem Glas.
  • Alarmfolien bestehen aus dünnen Aluminiumstreifen, die auf die zu überwachende Fläche geklebt werden. Sie eignen sich zur Durchbruchüberwachung von Verglasungen, Türen und Wänden. Eine Alarmmeldung erfolgt, wenn die Folie reißt.
  • Alarm-Sicherheitsfolien sind laminierte, mehrlagige Sicherheitsfolien mit eingelegten Meldefäden, mit deren Hilfe normales Fensterglas am Objekt nachträglich zu Alarmglas der Gefahrenmelderklasse C (VdS) mit kombinierter Durchwurfhemmung (P2A nach DIN EN 356 bzw. A1 gemäß der alten DIN 52290) aufgerüstet werden kann.
  • Bei Verbundsicherheitsglas mit Alarmdrahteinlage verläuft ein Draht zwischen den Glasscheiben, ohne den Scheibenrand zu berühren. Über Anschlüsse sind die beiden Drahtenden an eine Einbruchmeldeanlage angeschlossen. Bei einem Glasbruch reißt der Draht und es erfolgt Alarmgabe. Diese Kombination (mechanische Sicherheit und elektrische Überwachung) kann dann als optimal betrachtet werden, wenn die Verglasung einbruchhemmend und VdS-anerkannt ist.
  • Bei Einscheiben-Sicherheitsglas mit Alarmschleife befindet sich raumseitig in einer oberen Ecke des Glases eine Leiterschleife, die mit der Einbruchmelderzentrale verbunden ist. Bei Zerstörung des Glases wird die Schleife unterbrochen und es erfolgt Alarm.
    Hinweis: Einscheibensicherheitsglas mit Alarmschleife, welches nicht als Verbundsicherheitsglas hergestellt ist, hat keine Einbruchhemmung, sondern ist nur alarmgebend.
  • Erschütterungsmelder oder Erschütterungskontakte (Vibrationskontakte) eignen sich u. a. zur Durchbruchüberwachung von Glasbausteinen und auch Verglasungen, sofern sie sich außerhalb des Handbereiches befinden. Erschütterungen bei Durchbruchversuchen führen zur Alarmgabe.
  • Fadenzugkontakte eignen sich zur Überwachung von Öffnungen (z.B. Kellerfenster oder Lichtkuppeln). Die zu überwachende Öffnung wird mit einem Faden bzw. dünnen Draht überspannt, wobei dieser einen Schalter in Mittelstellung hält. Die Veränderung dieser Mittelstellung führt zur Meldung.
  • Mit Alarmtapete werden Flächen (z.B. Decken und Wände) überwacht. Das Zerreißen der in der Tapete dicht beieinanderliegenden Drähte führt zur Unterbrechung der Meldelinie und somit zur Alarmgabe.
  • Druckmelder z.B. (Trittmatten) sollten vorzugsweise unter dem Teppichboden verlegt werden. Alarmgabe erfolgt bei Druckänderungen.

(nach VdS)

Siehe übergeordnete Stichworte


Siehe auch




Diese Seite wurde zuletzt am 6. Februar 2014 um 20:08 Uhr von Peter Hohl geändert. Basierend auf der Arbeit von Admin und Redaktion.

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