Akustik-Melder

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Der Akustikmelder oder Dual-Akustik-Melder, eignet sich insbesondere zur Durchbruchüberwachung von Sprossenfenstern. Er detektiert brechendes Glas innerhalb eines Bereiches von 15 qm und kann an Wänden oder Decken installiert werden.

Dual-Akustik-Melder (Foto: SIEMENS)
Montagebeispiel/Wirkbereich Dual-Akustik-Melder (Foto: SIEMENS)
Prüfgerät für Dual-Akustik-Melder (Foto: TELENOT) - alle Bilder aus: Peter Fasold: "Elektronische Überwachung - Überfall- und Einbruchmeldeanlagen"

Funktionsweise

Beim (Dual-)Akustik-Melder wird das Geräusch von brechendem Glas in zwei voneinander abhängigen Stufen mit verschiedenen, aber typischen Charakteristiken analysiert. Wenn eine Glasscheibe gewaltsam zerbrochen wird, erzeugt der Bruch eine kurzzeitige Schallwelle mit hauptsächlich niederfrequenten Anteilen und einer Stärke von über 90 dB. Ein Bruchteil einer Sekunde später, wenn die Bruchstücke des Glases auf den Boden fallen, wird eine zweite Schallwelle mit hauptsächlich hochfrequenten Anteilen ausgelöst. Nur wenn die niederfrequente und hochfrequente Stufe im Melder in der richtigen Reihenfolge und im richtigen Abstand erkannt werden, erfolgt ein Alarm. In der Praxis ist darum auch die augenzwinkernde Bezeichnung "Bumm-klirr-Melder" anzutreffen.

Mit einem vom Hersteller zu beziehenden speziellen Testgerät lässt sich vor der endgültigen Montage die Funktionsfähigkeit des Melders prüfen.

Der (Dual-)Akustik-Melder ist zugelassen für Einbruchmeldeanlagen bis Klasse B.


Besondere Installationshinweise

  • Der Akustik-Melder ist grundsätzlich so zu behandeln wie ein Bewegungsmelder.
  • Fenster dürfen nicht gekippt sein.
  • Es dürfen sich keine Tiere im Raum befinden.
  • Vorsicht bei Räumen mit dicken Teppichen![1]


Einzelnachweis

  1. Quelle: Peter Fasold: "Elektronische Überwachung" - Überfall- und Einbruchmeldeanlagen


Siehe übergeordnete Stichworte


Siehe auch



Diese Seite wurde zuletzt am 1. Februar 2014 um 14:37 Uhr von Peter Fasold geändert.

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