Aktivitätstracker

aus SecuPedia, der Plattform für Sicherheits-Informationen

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Bild: Vivofit-Aktivitätstracker

Aktivitätstracker sind Gadgets, die den Nutzer zu mehr Bewegung motivieren sollen. Besonders beliebt sind Geräte im Uhrenformat mit zusätzlicher Zeitanzeige.


Allgemeines

Die Geräte messen die täglichen Schritte und berechnen daraus die persönliche Laufleistung und den Kalorienverbrauch. Ggf. wird bei Zeiten der eigenen Inaktivität auf den Bewegungsmangel hingewiesen sowie tägliche Zielvorgaben gemacht. Zumeist kann auch die Schlafaktivität überwacht werden. Über Zusatzteile ist die Messung des Pulses und der Herzfrequenz möglich. Durch Kopplung mit einem PC oder Smartphone über eine "Luftschnittstelle" können die gesammelten Daten auf Internet-Portale hochgeladen werden, die dann in verschiedenen Statistiken dargestellt werden können.

Bild: Aktivitätstracker-Statistik


Sicherheitsgesichtspunkte

Da eine Verschlüsselung bei der Kopplung der Aktivitätstracker üblicherweise nicht oder nur mit geringer Schlüsselstärke (64 bit beim Protokoll ANT+) erfolgt, sollte darauf geachet werden, dass die Reichweite der "Luftschnittstelle" möglichst gering ist. Die meisten Lösungen verwenden eine Funkprotokoll für die PC-Kopplung bzw. eine Bluetooth-smart Lösung im Smartphone-Bereich mit einer angegebenen Reichweite von ca. 3 Metern bzw. rund 10 Metern.

Auch wird derzeit kein einziger bekannter Aktivitätstracker ohne Cloud-Zwang ausgeliefert. Dadurch bestehen die üblichen Probleme bei der Vertrauenswürdigkeit von Cloud-Anbietern. Positiv ist zu vermerken, dass die entsprechenden Cloud-Webserver relativ gut gesichert sind (z.B. Stufe A oder B beim 6-stufigen Qualys SSL Labs-Sicherheitsranking). Man muss den Aktivitätstracker allerdings nicht zwangsläufig mit Rechner oder Smartphone synchronisieren. Allerdings ist diese Variante unhandlich, da die Displayanzeige um Mitternacht auf 0 gesetzt wird und die angefallenen Daten zuvor immer notiert werden müssten.

Einen Sicherheitsvorteil haben die separat nutzbaren Aktivitätstracker jedoch gegenüber auch verwendbaren Smartphone-Apps: Ganz abgesehen davon, dass man dann sein Smartphone permanent in der Tasche haben muss – Tracker-Apps erfassen häufig nicht nur die aus Datenschutzsicht eher problemlosen Bewegungsdaten, sondern auch den Standort.


Weblinks


Siehe auch



Diese Seite wurde zuletzt am 17. Juli 2017 um 18:48 Uhr von Peter Hohl geändert. Basierend auf der Arbeit von Oliver Wege.

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