Aktenvernichter

aus SecuPedia, der Plattform für Sicherheits-Informationen

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Unter Aktenvernichtern ("Zerreißwolf") werden Maschinen und Einrichtungen verstanden, die Informationsträger (mit textlichen, bildlichen oder andersartigen Darstellungen) derart zerkleinern, dass eine Reproduktion der auf ihnen enthaltenen Information unmöglich oder weitgehend erschwert ist. Eingesetzt werden Aktenvernichter in der Regel zur Vernichtung schutzbedürftiger Informationen.

Abhängig von der Art der Zerkleinerungseinrichtung kann das Abfallprodukt folgende Formen aufweisen:

  • Streifen mit bestimmter Breite und unbestimmter Länge (Streifenschnitt)
  • regelmäßige Partikel, z.B. rechteckige Partikel bestimmter Länge und Breite, erzeugt durch Kreuzschnitt
  • unregelmäßige Partikel wie beim Partikelschnitt, bei dem das zu teilende Gut in Teile mit festgelegten Höchstmaßen getrennt wird
  • Fasern
  • Staub
  • Brei, entsteht durch Zugabe von Wasser bei der Zerkleinerung
  • Granulat und
  • Briketts (fallen durch Verpressen des zerkleinerten Vernichtungsgutes an)

Insbesondere beim Streifenschnitt hat der Anwender zu beachten, dass das zu vernichtende Schriftgut so in das Gerät eingeführt wird, dass die Schreibzeilen in einem Winkel von mindestens 45° zur Leserichtung durchgeschnitten werden.

Der Grad der Schutzbedürftigkeit ist entscheidend für die zulässige Teilchengröße des Abfallgutes. In der DIN-Norm 32757-1 sind fünf Sicherheitsstufen vorgegeben, die jeweils einem genau definierten Größenbereich für die Abfallteilchen entsprechen. Bei der Vernichtung von Verschlusssachen in Papierform darf die Partikelgröße des vernichteten Materials die Maße von 2 mm x 15 mm (Abriss/Cross-Cut) nicht überschreiten; d.h. eingesetzte Vernichtungsgeräte müssen mindestens der Sicherheitsstufe 4 (bzw. der Zerkleinerungsnummer 7 gem. DIN EN 15713) genügen.

Außer für die Größe der Vernichtungspartikel interessiert sich der Anwender vor allem für die Schneidleistung, d.h. welche Menge Vernichtungsgut mit einer Maschine in einer bestimmten Zeit verarbeitet werden kann. Eine Angabe hierüber liefert der Nenndurchsatz. Er gibt die maximale während eines Arbeitstaktes vernichtbare Menge von Vernichtungsgut an.

Siehe auch


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Diese Seite wurde zuletzt am 12. Februar 2015 um 18:49 Uhr von Peter Hohl geändert. Basierend auf der Arbeit von Admin und Walter Opfermann.

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