Schloss und Beschlag: Leicht rückläufige Entwicklung im Fachhandel, leicht steigende Umsätze in der Industrie

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Quelle: FVSB
Veröffentlicht von SecuPedia-Redaktion am 7. Dezember 2017.

Velbert, 6.12.2017 – Rund 60 Vertreter der Schloss- und Beschlagindustrie sowie des Baubeschlagfachhandels trafen sich am 23. November 2017 zur jährlichen „Ständigen Konferenz“ in Weimar.  Auf dem laut eigenen Angaben nach strengen kartellrechtlichen Compliance-Regeln durchgeführten Branchentreff bewertete der Fachhandel, wie der Fachverband Schloss- und Beschlagindustrie e. V. (FVSB) jetzt mitteilte, die derzeitige Marktsituation vergleichsweise zurückhaltend:

Martin Meesenburg schätzt danach als Sprecher des Arbeitskreises Baubeschlag (AKB) im Zentralverband Hartwarenhandel (ZHH) die Umsatzentwicklung für das laufende Jahr leicht rückläufig ein.

Nicklas Schulte, Geschäftsführer des AKB, macht die verhaltene Entwicklung des ersten Halbjahres im Tür- und Fensterbeschlagbereich für diese vorsichtige Prognose verantwortlich. Laut Schulte werde der Möbelbeschlag leicht gewinnen. Zukünftig werden den Angaben zufolge die Themen Smart Home, Online-Vertrieb und der elektronische Austausch von Produktdaten die Zusammenarbeit in der Wertschöpfungskette maßgeblich beeinflussen.

Leicht steigende Umsätze in der Industrie

Karl Kristian Woelm, FVSB-Vorsitzender, meldete hingegen für die Industrie leicht steigende Umsätze. FVSB: "Die Hersteller profitieren dabei stärker als der Handel von positiven Entwicklungen auf ausländischen Märkten, während das Inlandsgeschäft hinter den Erwartungen zurück bleibt." Holger Koch, stellvertretender Geschäftsführer des FVSB, verwies auf die anhaltend guten konjunkturellen Rahmenbedingungen und positiven Prognosen für den deutschen Türen- und Fenstermarkt, betonte dabei aber laut dem Verband, dass ausländische Wettbewerber weiterhin überproportional vom Marktwachstum profitieren und steigende Vormaterialpreise die Branche vor neue Herausforderungen stellen. Stephan Schmidt, Geschäftsführer des Fachverbandes, kritisiert die stetige Zunahme an bürokratischen Anforderungen insbesondere an Bauprodukte: "Bei der Kennzeichnungspflicht scheint die Grenze der technischen Machbarkeit oder der wirtschaftlichen Zumutbarkeit bereits erreicht zu sein; die Anwendung der Nickel-Guideline für Schlüssel konnte durch intensive Gespräche mit anderen Verbänden und einem Widerspruch bei der Europäische Chemikalienagentur ECHA gerade noch verhindert werden. Auch die Umstellung der Bauregelliste auf die Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen und das europäische Normungswesen werden Industrie und Fachhandel fordern."

 

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