Erstmals Sicherheitsbericht vorgelegt

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Quelle: IM Baden-Württemberg
Veröffentlicht von SecuPedia-Redaktion am 13. April 2018.

Stuttgart, 12.04.2018 - Das Land Baden-Württemberg hat zu den Zahlen aus der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) jetzt auch einen Sicherheitsbericht zur Kriminalitätsentwicklung erarbeitet. Damit will die Landesregierung für mehr Transparenz sorgen und Einblick in die politische Bewertung „hinter“ den Zahlen zur Sicherheitslage geben.

2017 habe es in Baden-Württemberg mit fast 5% minus den stärksten Rückgang der Fallzahlen seit über zehn Jahren gegeben, führte Strobl bei der Vorstellung im Landtag aus. Gleichzeitig kläre die Polizei immer mehr dieser Taten auf. Die Aufklärungsquote liege mit über 62 Prozent ebenfalls auf einem Zehnjahreshoch. Obwohl die Anforderungen an die Polizei durch Einbrüche, Kriminalität im Kontext von Zuwanderung, Cyberkriminalität und Terrorismus bis hin zu Verkehrsdelikten so hoch seien wie nie, sei die Kriminalitätsbelastung mit knapp 5.300 Straftaten je 100.000 Einwohner so niedrig wie zuletzt vor fast 30 Jahren.

Erstmals seit fünf Jahren sei 2017 auch ein Rückgang der Straftaten festzustellen, bei denen Asylbewerber sowie Flüchtlinge tatverdächtig waren. Rund 16% der Delikte entfielen auf Asylbewerberinnen und Asylbewerber, insgesamt hätten 40 Prozent der Tatverdächtigen in Baden-Württemberg keinen deutschen Pass.

Strobl verweis auch auf die Kooperation mit den Städten. So habe die Landesregierung zusammen mit der Stadt Freiburg die Partnerschaft „Sicherer Alltag“ vereinbart. Durch diese Partnerschaft sei es gelungen, insbesondere an den Kriminalitätsschwerpunkten in der Freiburger Innenstadt, die Kriminalität um 16% zu reduzieren. Eine ähnliche Partnerschaft wurde nun mit der Stadt Heidelberg gestartet.

Zur Gefährdung durch den islamistischen Terrorismus berichtete Strobl, dass sich die Zahl der sogenannten islamistischen Gefährder in Baden-Württemberg seit 2013 auf eine niedrige dreistellige Zahl mehr als verzehnfacht habe. Im Rahmen eines Gefährdermanagements treffe die Polizei daher Maßnahmen, um Radikalisierungstendenzen frühzeitig zu erkennen. Beim Landeskriminalamt wurde eine neue „Fahndungs- und Observationseinheit Staatsschutz“ geschaffen und die Staatsschutzabteilung allgemein gestärkt. Der Bereich Cybercrime bei den Polizeipräsidien wurde ebenfalls gestärkt.

„Insgesamt belege der Sicherheitsbericht die hochprofessionelle und unermüdliche Arbeit der Sicherheitsbehörden, so Strobl.

Sicherheitsbericht 2017 (PDF)

 

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